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Barfen bei der Katze

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Sina Ackermann

Sina Ackermann

#Ratgeber & Tools

19.09.2022

Gesunde Ernährung für den Stubentiger

Barfen bei der Katze ist nicht so weit verbreitet wie Barfen beim Hund. Allerdings steigen immer mehr Katzenhalter auf die gesunde Rohfütterung um. Sie wollen ihren Stubentigern die gleich hohe Futterqualität zukommen lassen wie Hundehalter.

Wie auch du deine Katze erfolgreich aufs Barfen umstellen und sie so langfristig zu einer gesünderen Samtpfote machen kannst, erfährst du im folgenden Ratgeber. Zusätzlich findest du zwei schmackhafte Rezeptideen, die dein Stubentiger lieben wird.

Was ist Barfen überhaupt?

Barfen leitet sich von der Abkürzung BARF ab. Diese steht wiederum für „Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung“. Dabei handelt es sich, wie der Name verrät, um die Fütterung von naturbelassenen rohen Futtermitteln, die weder Konservierungs- noch Farbstoffe oder sonstige künstliche Zusätze enthalten.

  • Der Fokus liegt auf der Fütterung von rohem Fleisch und Innereien. Schließlich handelt es sich bei den Empfängern der Barf-Ernährung um Karnivoren (= Fleischfresser), deren Ernährung sich selbstverständlich vorwiegend aus fleischigen Komponenten zusammensetzt.
  • Dennoch dürfen die vegetarischen Futterelemente nicht aus den Augen verloren werden. Diese liefern unseren Vierbeinern überaus wichtige Nährstoffe.
Barf-Fleisch für die Katze

Beim Barfen liegt der Fokus auf rohem Fleisch, das durch weitere Komponenten ergänzt wird.

Die große Herausforderung beim Barfen besteht in der richtigen Futterzusammensetzung. Lass dich davon aber nicht abschrecken, wenn du gerade erst mit dem Barfen beginnst! Hast du den Dreh erst einmal heraus, ist der Rest nur noch Formsache.

Katzenfutter selber machen: rohes Fleisch für Katzen

Der größte Angstfaktor für viele Neubarfer ist gleichzeitig der größte Vorteil dieser Fütterungsweise: die Eigenzusammenstellung des Futters. Einmal die richtige Zusammensetzung gefunden, profitiert dein Stubentiger gleich doppelt von der natürlichen Fütterung. Er erhält stets frische, schmackhafte Futtermittel und bleibt noch dazu von schädlichen Zusatzstoffen verschont.

Natürlich wird es zeitweise nötig sein, dass du die Zusammenstellung etwas abänderst. Schließlich entwickelt sich dein Tier im Laufe seines Lebens weiter: Es wird älter, aktiver oder weniger aktiv und entwickelt möglicherweise Krankheiten oder Allergien. Auf all diese Veränderungen kannst du mit der Barf-Ernährung optimal reagieren und so deinem Liebling immer genau das geben, was er gerade benötigt.

Das Gute bei der Barf-Ernährung: Dein Tier braucht nicht täglich die komplette Nährstoffpalette, sondern sollte über mehrere Wochen einmal vollständig mit ihr versorgt werden.

Katze barfen mit rohem Fleisch

Mindestens 85 % Fleisch sollte das Katzenfutter beinhalten!

Erfahre im Folgenden mehr darüber, warum rohes Fleisch das beste Futter für deinen Stubentiger ist, was er sonst noch gerne frisst und was er besser nicht bekommen sollte.

Was fressen Katzen?

Fleisch ist das wichtigste Element in der Barf-Ernährung deiner Katze. 80 % und mehr machen die fleischigen Komponenten idealerweise aus. Diese werden von Muskelfleisch, Innereien und dem ein oder anderen Knochen repräsentiert. Falls du dich jetzt fragst, wie du zu hochwertigem, unbehandeltem Fleisch für deinen Stubentiger kommen kannst, findest du hier die Antwort:

In einem professionellen Barf-Shop bekommst du alle relevanten Futtermittel für eine ausgewogene Barf-Ernährung deines Vierbeiners. Hier findest du sowohl schlachtfrisches Fleisch von lokalen Betrieben als auch vegetarische Futterkomponenten wie frisches Gemüse und wertvolle Kräuter sowie nützliches Ergänzungsfutter für Katzen.

Kaufe hier Barf-Frostfleisch für deine Katze

Da Fleisch der wichtigste Teil der Katzenernährung ist, kommt hier zuallererst eine kurze Anleitung, welches Fleisch du an deinen Stubentiger verfüttern kannst. Prinzipiell kann deine Katze fleischtechnisch alles fressen, was ihr schmeckt. Egal, ob Rind, Geflügel oder Kaninchen: Fleisch schmeckt jedem Samtpfötchen gut. Lediglich auf Schweinefleisch solltest du verzichten. Dieses könnte das gefährliche, im schlimmsten Fall tödliche Aujeszky-Virus auf dein Tier übertragen.

Barfen bei der Katze: Menge

Abgesehen davon kann dein kleines Schleckermäulchen aber nach Belieben alle sonstigen Fleischsorten fressen. Die Menge des gefütterten Fleisches hängt dabei von zahlreichen Faktoren wie Alter, Größe, Gewicht, Aktivitätsgrad, Allergien oder Krankheiten, etwaiger Trächtigkeit etc. ab.

Als ungefähre Richtlinie kannst du Folgendes heranziehen: Die Katze benötigt pro kg Körpergewicht 25-30 g Fleisch. Dies ist aber lediglich ein Richtwert und muss für jede Katze einzeln berechnet werden. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kannst du die ideale Futtermenge für deinen Stubentiger auch mit einem Barf-Rechner für Katzen bestimmen.

Ist die Fleischmenge einmal individuell auf dein Tier abgestimmt, kannst du anschließend jederzeit leichte Anpassungen vornehmen, sollte sich der Zustand deines Tieres auf die eine oder andere Weise verändern. Dennoch wird dein Tier weiterhin mit allem versorgt, was es benötigt.

Taurin für die Katze

Besonders wichtig beim Barfen deiner Katze ist die Versorgung mit Taurin: Diese Aminosäure wird von den Stubentigern nicht ausreichend selbst im Körper produziert und muss daher zugefüttert werden.

  • Mit der Rohfleischfütterung trägst du bereits viel zur ausreichenden Taurinversorgung deines Kätzchens bei.
  • Mäuse, Meeresfrüchte, Fisch und Hühnerherzen enthalten besonders viel Taurin und eignen sich daher als Snack besonders gut. Es gibt aber auch pures Taurin in Pulverform, welches du deinem Tier, mit etwas Wasser vermischt, ins Futter geben kannst.

Sind die fleischigen, Taurin-haltigen Komponenten erstmal abgedeckt, sollten die restlichen 20 % der Ernährung mit vegetarischen Futtermitteln aufgefüllt werden. Hier kannst du ohne Bedenken Spinat, Zucchini, Gurken, Karotten, Äpfel, Bananen, Pfirsich etc. verfüttern. Alles, was deinem Kätzchen schmeckt, darf in den Napf.

Katzen brauchen Taurin

Die Versorgung mit Taurin ist besonders wichtig, da es von der Katze nicht ausreichend produziert werden kann.

Alles, bis auf ein paar Ausnahmen. Diese siehst du im folgenden Teil.

Was dürfen Katzen nicht fressen?

Einige Lebensmittel, die wir täglich verspeisen, sind für unsere Vierbeiner gar nicht geeignet. Sie können giftig bzw. im schlimmsten Fall sogar tödlich für sie sein. Dazu zählen folgende:

  • Genauso wie Hunde sollten auch Katzen besser weder Zwiebel noch Knoblauch verspeisen.
  • Schokolade ist ebenso schädlich für die Katze (genau wie alle anderen Süßspeisen, die wir Menschen verzehren).
  • Trauben & Rosinen
  • Milch & rohe Eier
  • Gewürztes, mariniertes Fleisch oder ebensolcher Fisch
  • Wie oben bereits erwähnt: Schweinefleisch!

Wenn du darauf achtest, dass dein Kätzchen diese Nahrungsmittel nicht aufnimmt, hast du schon einiges richtig gemacht. Im Folgenden findest du zwei Rezepte, die ganz und gar nicht giftig sind und deinem Stubentiger höchstwahrscheinlich sehr gut schmecken werden.

Barfen bei der Katze: Rezepte

Insbesondere zu Beginn des Barfens lohnt es sich, hin und wieder auf ein Rezept zu vertrauen. Hier hast du die richtige Zusammensetzung der einzelnen Futterkomponenten schwarz auf weiß. Je länger du das Barfen bei deiner Katze betreibst, desto selbstsicherer wirst du bei der richtigen Zusammensetzung und Nährstoffversorgung.

Folgende zwei Rezepte bieten Vielfalt und gesunde Futtermittel für dein Kätzchen:

1. Reines Rinderfleisch-Rezept (für eine Katze von 5 kg)
  • 85 g Muskelfleisch
  • 45 g drei verschiedener Innereien (Lunge, Herz, Leber etc.)
  • 15 g eines beliebigen Gemüses, je nach Vorliebe der Katze
  • Eierschalenpulver (als Kalziumquelle) und Lachsöl (dieses schmeckt der Katze meist besonders gut)
2. Gemischtes Rezept (für eine Katze von 4 kg)
  • 70-75 g Hühnerfleisch (nach Bedarf gewolft oder in Stücken)
  • 20-22 g verschiedener Innereien (Rinderlunge, -leber, Hühnermagen etc.)
  • 5-6 g eines beliebigen Gemüses, je nach Vorliebe der Katze
  • Taurin in Form von Hühnerherzen

Gut zu wissen: Falls du dich auch für das Barfen für Hunde interessierst, gibt es auch einige empfehlenswerte Barf-Rezepte für Hunde.

Kitten barfen

Ein zu früh gibt es nicht - bereits Kitten kann man barfen!

Eignet sich Barf für Kitten auch?

Die natürliche Ernährungsweise, die sich hinter Barf verbirgt, ist selbstverständlich genauso für die kleinsten Kätzchen geeignet. Je früher du deine Katze barfst, desto früher kommt sie mit reinen, hochwertigen Futtermitteln ohne Zusatzstoffe in Berührung. Das kann ihr nur zugutekommen.

Selbstverständlich musst du die Futtermengen an die Bedürfnisse deines kleinen Stubentigers anpassen. Hier können nicht die gleichen Mengen zum Einsatz kommen wie bei der erwachsenen Katze. Mit deiner Katze wachsen im Laufe der Zeit dann auch die Futtermengen. Solange das Kätzchen im Wachstum ist, musst du die Mengen und Zusammenstellungen noch öfters anpassen.

Grundsätzlich kannst du aber deinem Baby-Stubentiger aber alles verfüttern, was die großen Artgenossen auch fressen.

Barfen bei der Katze: Gesundes für die Samtpfote

Wie du siehst, kannst du deinen Stubentiger ganz einfach ans Barfen heranführen und ihn so im besten Fall zu einer langfristig gesunden, vitalen, lebensfrohen Katze machen. Mit naturbelassenen Futtermitteln wie schlachtfrischem Fleisch, gesundem Gemüse und der ein oder anderen Nahrungsergänzung, fehlt es deiner Samtpfote bestimmt an nichts.

Dank professioneller Barf-Shops ist die Beschaffung hochwertiger Futtermittel denkbar einfach und günstig. Steig auch du jetzt aufs Barfen um und gib deiner Katze nur das Beste!

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Barf für deine Katze

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Sina Ackermann
Veröffentlicht von Sina Ackermann

am 19.09.2022

Sina Ackermann ist die Betriebsleitung der Firma Hund & Sport Hungenberg GmbH. Seit Klein auf ist Sina mit Tieren aufgewachsen und beschäftigt sich schon seit jungen Jahren mit der artgerechten Haltung und damit auch mit der Ernährung Ihrer und anderer Haustiere. Im Jahr 2009 begann Sie Ihre Ausbildung bei der Futter-Fundgrube, da an Stillstand bei Ihr nicht zu denken ist folgte gleich nach der Ausbildung ein duales Studium im Bereich Betriebswirtschaft. Sina setzt sich für den Tierschutz ein und besitzt unter anderem selbst 2 Katzen und einen Hund, die zuvor auf der Straße lebten.

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