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26.01.26

Umstellung auf BARF

Umstellung auf BARF

Du möchtest dich intensiver mit der Ernährung deines Hundes beschäftigen und ziehst eine Umstellung auf BARF in Betracht? Die biologisch artgerechte Rohfütterung setzt auf naturbelassene Zutaten und eine transparente Zusammensetzung ohne unnötige Zusätze. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie die Umstellung auf BARF Schritt für Schritt funktioniert und worauf du achten solltest, wenn du deinen Hund auf BARF umstellen möchtest. So erhältst du eine fundierte Orientierung und weißt jederzeit, was im Napf deines Hundes landet.

Umstellung auf BARF: Das Wichtigste in Kürze

  • Wie lange dauert die Umstellung auf BARF? In der Regel 7–14 Tage. Robuste Hunde kommen oft mit 7 Tagen gut zurecht, sensible Hunde profitieren von einer langsameren Umstellung.
  • Wie starte ich die BARF_Umstellung richtig?  In den ersten Tagen wird ein kleiner BARF-Anteil unter das gewohnte Futter gemischt, die Menge kann dann jeden Tag erhöht werden
  • Woran erkenne ich, dass die Umstellung gut läuft?  Achte während der Umstellung auf Faktoren wie Futterakzeptanz, Kotbeschaffenheit und den allgemeinen Eindruck im Alltag. Diese Beobachtungen helfen dir, das Vorgehen bei Bedarf anzupassen.
  • Was ist das Wichtigste während der Umstellung?  BARF Anteil langsam steigern, gut mischen, feste Fütterungszeiten beibehalten und deinen Hund aufmerksam beobachten.

Warum BARF? Die Eigenschaften natürlicher Rohfütterung

BARF (Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung) steht für eine Fütterungsform, bei der sich Hundehalter bewusst mit der Zusammensetzung der Mahlzeiten auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen naturbelassene Zutaten und eine transparente Deklaration, sodass du jederzeit nachvollziehen kannst, welche Bestandteile im Napf deines Hundes landen.

Natürliche Zutaten, die du kennst

Beim Barfen bestimmst du jede Komponente selbst: frisches Fleisch, Innereien, Knochen und ausgewählte Gemüseanteile. Du verzichtest auf Füllstoffe, künstliche Aromen oder Farbstoffe. 

Diese Klarheit hilft dir, Qualität gezielt zu steuern und Rohstoffe auszuwählen, von denen du überzeugt bist. Gerade für Hundehalter, die genau wissen möchten, was ihr Hund frisst, bietet BARF eine gut nachvollziehbare Grundlage.

Sichtbare Verbesserungen bei deinem Hund

Nach der Umstellung auf BARF berichten viele Hundehalter von positiven Veränderungen, die sie bei ihrem Hund wahrnehmen. Dazu zählen unter anderem:

  • Veränderungen von Haut und Fell, etwa im Erscheinungsbild oder der Fellstruktur
  • Veränderungen der Verdauung, zum Beispiel in Kotbeschaffenheit oder -häufigkeit
  • ein insgesamt veränderter Gesamteindruck im Alltag, etwa in Bezug auf Aktivität oder Futterakzeptanz

Wie sich eine Futterumstellung jedoch genau äußert, ist individuell verschieden und hängt von Faktoren wie Alter, Aktivitätslevel, Ausgangsfutter und sensibler Verträglichkeit ab. 

Artgerecht und individuell

BARF orientiert sich an der Vorstellung einer naturnahen Fütterung, die sich aus der Abstammung des Hundes vom Wolf ableitet. Dabei steht eine Ernährung im Fokus, die überwiegend aus tierischen Bestandteilen besteht und individuell je nach Lebensphasen und Bedürfnissen ergänzt wird. 

Wie gut Hunde unterschiedliche Fütterungsformen vertragen, ist jedoch individuell verschieden und hängt von zahlreichen Faktoren ab.

BARF ist dabei kein starres System, sondern ein Rahmen, innerhalb dessen Hundehalter die Fütterung bewusst steuern können. So lässt sich die Ernährung an den individuellen Alltag des Hundes anpassen, ohne auf feste Standardlösungen angewiesen zu sein.

Vorbereitung ist alles: Das Barf-Grundwissen

Mit der richtigen Vorbereitung wird die Umstellung auf BARF zum Erfolg. Du musst kein Ernährungsexperte werden, aber ein paar Basisinformationen machen den Einstieg deutlich entspannter.

Welche sind die wichtigsten BARF-Komponenten?

BARF setzt sich aus verschiedenen Futterbestandteilen zusammen, die in bestimmten Anteilen kombiniert werden. Viele Hundehalter orientieren sich dabei an einer abwechslungsreichen Zusammenstellung aus tierischen und pflanzlichen Komponenten.

Komponente Empfohlener Anteil Funktion / Nutzen Beispiele
Muskelfleisch ca. 50 % Hauptenergiequelle, liefert hochwertiges Protein für Muskulatur und Stoffwechsel Rind, Huhn, Lamm, Pute, Wild
Innereien 15–20 % Vitamin- und Mineralstofflieferanten, besonders wichtig für Stoffwechsel & Immunsystem Leber (sehr vitaminreich), Niere, Herz, Milz
Rohe fleischige Knochen (RFK) 15–20 % Calciumquelle, unterstützt Zahnpflege durch natürliches Kauen Hühnerhälse, Putenhälse, Kalbsbrustbein – immer roh
Gemüse & Obst 10–15 % Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, unterstützen Verdauung Karotte, Zucchini, Apfel – püriert oder leicht gedämpft
Öle Zusatz nach Bedarf Liefert Omega-3/-6 für Fell, Haut und Abwehrkräfte Lachsöl, Leinöl
Hungriger Hund liegt neben Barf-Futternapf

Barf-Menge einfach berechnen

Nutze unseren BARF-Rechner, um die perfekte Futtermenge für deinen Hund zu ermitteln. Du erhältst eine klare Empfehlung angepasst an Alter, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand.

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Wie lange dauert die Umstellung auf BARF?

In der Regel dauert die Umstellung auf BARF etwa 7 bis 14 Tage. Viele Hunde kommen mit einer 7-Tage-Methode gut zurecht, empfindliche Hunde profitieren von einer langsameren Umstellung über mehrere Wochen. Entscheidend ist dabei nicht der feste Zeitrahmen, sondern wie dein Hund auf das neue Futter reagiert.

Beobachte während der Umstellung aufmerksam Faktoren wie Kotbeschaffenheit, Futterakzeptanz und das allgemeine Wohlbefinden deines Hundes. Zeigt er Unsicherheiten oder Verdauungsreaktionen, kann es sinnvoll sein, einzelne Schritte länger beizubehalten oder den BARF-Anteil langsamer zu steigern. 

Die angegebenen Zeiträume und Mengen dienen als Orientierung und sollten immer an die individuellen Bedürfnisse deines Hundes angepasst werden.

Um dir dennoch eine praktische Grundlage zu bieten, haben wir einen übersichtlichen 7-Tage-Plan zusammengestellt, den du flexibel anpassen kannst.

Tag 1–2: Sanfter Einstieg mit 25 % BARF

In den ersten beiden Tagen mischst du rund ein Viertel des BARF-Komplettmenüs unter das gewohnte Futter. Dein Hund kann so den neuen Geruch und Geschmack kennenlernen, ohne dass sein Verdauungssystem zu stark gefordert wird. Achte darauf, beide Futtersorten gründlich zu vermengen und serviere das Futter wie gewohnt. Feste Abläufe geben deinem Hund Sicherheit.

Tag 3–4: Gleichgewicht herstellen – 50 % BARF

Ab dem dritten Tag erhöhst du den BARF-Anteil auf die Hälfte. Viele Hunde zeigen jetzt schon mehr Freude am Napf, da der natürliche Fleischgeruch ihren Instinkt anspricht. Sein Körper beginnt sich in dieser Phase sichtbar auf die neue Ernährung einzustellen, und die meisten Hunde vertragen diese Stufe problemlos.

Tag 5–6: Der überwiegende Teil ist BARF – 75 %

In dieser Phase reduzierst du das bisherige Futter auf ein Viertel. Für viele Hunde ist dies der Moment, in dem die Umstellung spürbar „ankommt“. Die Konsistenz ist vertrauter geworden, und die Vorfreude auf das Futter steigt häufig deutlich. Sein Verdauungssystem hat sich nun weitgehend angepasst.

Ab Tag 7: Vollständig umgestellt – 100 % BARF

Ab dem siebten Tag kannst du ausschließlich BARF füttern. Die Umstellung ist damit abgeschlossen. Viele Hundebesitzer berichten von positiven Auswirkungen schon nach wenigen Wochen. Etwa durch ein glänzenderes Fell, mehr Energie oder ein ausgeglicheneres Verdauungsverhalten.

Welpe schnuppert an seinem Futternapf

Praktische Tipps für die Umsetzung

  • Mische beide Futtersorten wirklich gut durch. Je besser vermischt, desto einfacher für deinen Hund.
  • Verändere die Fütterungszeiten nicht. Bleib bei euren gewohnten Ritualen. 
  • Stelle ausreichend frisches Wasser bereit, besonders wenn dein Hund vorher Nassfutter bekommen hat.
  • Beziehe auch Leckerlis in die Umstellung mit ein. Nutze am besten das neue BARF-Futter auch als Belohnung.
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Welche möglichen Nebenwirkungen gibt es bei der BARF-Umstellung?

Während der Umstellung auf BARF kann es vorübergehend zu leichten Reaktionen kommen, da sich der Verdauungstrakt deines Hundes an die neue, natürliche Nahrung anpasst.  Häufig berichten Hundehalter in dieser Phase von weicherem Kot oder kurzfristigem Durchfall, gelegentlich auch von Blähungen oder verändertem Stuhlgeruch. Manche Hunde wirken in den ersten Tagen hungriger oder etwas ruhiger als gewohnt.

Zeigen sich solche Reaktionen, kann es sinnvoll sein, den BARF-Anteil vorübergehend zu reduzieren und die Umstellung langsamer fortzusetzen. Oft hilft es, einzelne Stufen länger beizubehalten und dem Verdauungssystem mehr Zeit zur Anpassung zu geben. Diese Veränderungen sind meist vorübergehend und normalisieren sich bei angepasstem Vorgehen innerhalb weniger Tage.

Halten die Symptome länger an, werden sehr stark oder treten zusätzlich Erbrechen, Apathie oder deutlicher Gewichtsverlust auf, solltest du zur Sicherheit tierärztlichen Rat einholen.

Kann ich meinen Hund direkt auf BARF umstellen?

Grundsätzlich reagieren Hunde unterschiedlich auf eine Futterumstellung, abhängig von Alter, Ausgangsfutter und individueller Verträglichkeit. Auch wenn gesunde, erwachsene Hunde eine direkte Umstellung in manchen Fällen gut verkraften, raten wir dazu, die Umstellung auf BARF schrittweise vorzunehmen.

Eine langsame Einführung gibt dir die Möglichkeit, genau zu beobachten, wie dein Hund auf das neue Futter reagiert und bei Bedarf frühzeitig Anpassungen vorzunehmen. Besonders Welpen, Senioren, sensible Hunde oder Allergiker profitieren davon, wenn der BARF-Anteil langsam gesteigert wird. So lässt sich die Umstellung besser an die individuellen Bedürfnisse deines Hundes anpassen und möglichst stressfrei gestalten.

Welpen: Gesund groß werden

Welpen kannst du bereits ab der 8. Lebenswoche auf BARF umstellen. Sie brauchen kleinere, häufigere Mahlzeiten (3–4 pro Tag). Spezielle Welpenmenüs decken den erhöhten Nährstoffbedarf ab, und weiche Knochen wie Hühnerhälse eignen sich gut für den Einstieg.

Aktive Hunde: Energie für Leistung

Sporthunde benötigen mehr Energie und damit auch mehr Nahrung. Empfohlen werden meist etwa 3 % des Körpergewichts. Ein etwas höherer Fettanteil liefert Power, während hochwertiges Protein die Muskulatur unterstützt. 

Senioren: Leicht verdaulich und nährstoffreich

Ältere Hunde können ebenfalls auf BARF umgestellt werden, hier wird aber eine besonders sanfte Umstellungsphase empfohlen. Sie kommen oft mit Portionen von ca. 2 % des Körpergewichts aus. Wichtig sind gut verdauliche Komponenten und hochwertiges Protein. Bei Zahnproblemen kannst du Fleisch wolfen oder klein schneiden. Ergänzungen wie Grünlippmuschelmehl können die Gelenke unterstützen. Viele Senioren wirken mit BARF wieder vitaler und beweglicher.

Allergiker: Klarheit dank Kontrolle

Bei Hunden mit sensibler Reaktion auf bestimmte Futtermittel legen viele Hundehalter Wert auf eine besonders übersichtliche Fütterung. Eine schrittweise Umstellung auf BARF mit einer klar begrenzten Auswahl an Zutaten kann dabei helfen, die Zusammensetzung der Mahlzeiten gut nachvollziehbar zu gestalten.

In diesem Zusammenhang wird häufig mit sogenannten Monoprotein-Rationen gearbeitet, bei denen zunächst nur eine tierische Proteinquelle eingesetzt wird. Bleibst du in den ersten Wochen bei einer konstanten Zusammensetzung, kannst du genau beobachten, wie dein Hund auf das Futter reagiert und Anpassungen bei Bedarf behutsam vornehmen.

Ein natürlicher Weg, der sich lohnt

BARF ist kein starres System, sondern eine Fütterungsform, die sich mit etwas Planung gut in den Alltag integrieren lässt. Viele Hundehalter schätzen dabei vor allem die transparente Zusammensetzung der Mahlzeiten und die Möglichkeit, die Fütterung individuell zu gestalten. Wir begleiten dich gerne auf dem Weg, deinen Hund auf BARF umzustellen: mit hochwertigen Produkten, fachkundiger Beratung und dem Anspruch, deinem Hund eine Ernährung zu ermöglichen, die wirklich gut tut.

Kleiner Hund kaut einen Barf-Knochen

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Relevante Fragen zur BARF Futterumstellung bei Hunden

Warum empfehlen manche Tierärzte kein BARF?

Einige Tierärzte stehen BARF kritisch gegenüber, weil sie in der Praxis häufig unausgewogen zusammengestellte Rationen sehen. Dabei können wichtige Nährstoffe wie Calcium, Spurenelemente oder Vitamine nicht im vorgesehenen Verhältnis enthalten sein. Auch hygienische Aspekte spielen eine Rolle, da rohes Fleisch bei unsachgemäßer Lagerung oder Zubereitung Keime enthalten kann.

Viele Tierärzte beurteilen BARF jedoch differenziert und befürworten die Fütterung, wenn sie gut geplant ist, auf einer transparenten Zusammensetzung beruht und hygienisch umgesetzt wird.

Kann ich BARF auch in einer Stadtwohnung ohne großen Gefrierschrank füttern?

Ja, viele BARF-Anbieter liefern in kleineren Portionen, die sich platzsparend lagern lassen. Du kannst außerdem mit frischem Fleisch aus regionalen Metzgereien oder Wochenmärkten arbeiten, das du bedarfsgerecht einkaufst. Für Stadtbewohner sind 500g oder 1kg Portionen ideal, weil sie schnell verbraucht sind und wenig Platz benötigen.

Wie barfe ich im Urlaub oder unterwegs?

Viele BARF-Halter nutzen auf Reisen getrocknete BARF-Alternativen oder Fertig-Perks (luftgetrocknetes Fleisch, gefriergetrocknete Menüs). Diese benötigen keine Kühlung und lassen sich mit Wasser rehydrieren. Alternativ kannst du bei längeren Hotelaufenthalten vor Ort Fleisch frisch kaufen. Außerdem eignen sich kleine elektrische Kühlboxen oder Kühlakkus.

Wie erkenne ich, ob mein Hund während der Umstellung zu schnell oder zu langsam zunimmt?

Eine einfache Orientierung bietet die „Rippenregel“: Du solltest die Rippen fühlen, aber nicht deutlich sehen können. Wenn du in kurzer Zeit starke Veränderungen bemerkst, lohnt es sich, die Futtermenge um etwa 10–15 % anzupassen. Auch regionale Faktoren wie viel Bewegung in bergigen Gebieten (z. B. Alpenregion) können den Energiebedarf erhöhen.


Bilder: Titelbild: © Tanya – stock.adobe.com; Bild 1: © tamaratelkes – stock.adobe.com; Bild 2: © Eliška – stock.adobe.com; Bild 3: © Ivan Kmit – stock.adobe.com

Quellen: Meyer, H. & Zentek, J. (2005): Ernährung des Hundes. Enke Verlag, Stuttgart.;  Marx, F.R. et al. (2016): Raw beef bones as chewing items to reduce dental calculus in Beagle dogs. Australian Veterinary Journal 94(1-2), S. 18–23; Hand, M.S. et al. (2010): Small Animal Clinical Nutrition, 5th ed. Mark Morris Institute, USA.; Patel, A. (2017): Essential fatty acids in veterinary dermatology: do they have a place? In: Veterinary Practice, June 2017; Freeman, L.M. et al. (2013): “Current knowledge about the risks and benefits of raw meat–based diets for dogs and cats.” Journal of the American Veterinary Medical Association 243(11), S.1549–1558.

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