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Gemüse für Hunde

Hund-Gemuese
Sina Ackermann

Sina Ackermann

#Ratgeber & Tools

26.04.2021

Eine ausgewogene Ernährung ist eine wesentliche Voraussetzung für ein langes und glückliches Hundeleben – dazu gehört nicht nur Fleisch, sondern auch Gemüse. Schließlich steckt das Grünzeug voller wertvoller Vitamine und Mineralstoffe, die den Vierbeinern zugutekommen. Doch damit nicht genug: Es ist noch dazu ein echter Leckerbissen für Hunde.

Viele Gemüsesorten schmecken deinem Hund bestimmt ganz vorzüglich. Allerdings gibt es auch gesunde Nährstofflieferanten, die nur schwer bekömmlich – und schlimmstenfalls sogar giftig – für Fellnasen sind. Mit welchem Gemüse du deinen Vierbeiner getrost füttern kannst und um welche Sorten du besser einen großen Bogen machst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Auf der Suche nach alternativen Nahrungsquellen für Ihren Vierbeiner? Hier findest Du weitere Ratgeber zu folgenden Themen: Obst für Hunde, Beeren für Hunde, Nüsse für Hunde.

 

Barfen mit Gemüse für Hunde

Wenn du deinen vierbeinigen Liebling barfst, entscheidest du dich für eine artgerechte Rohfütterung, die an seine individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Angelehnt am natürlichen Beuteschema von Wölfen, den Vorfahren der Hunde, gehören zum Barfen für Hunde nicht nur tierische Zutaten. Auch Obst und besonders Gemüse dürfen auf dem Speiseplan deines Hundes nicht fehlen.

Natürlich sind Hunde – wie auch Wölfe – in erster Linie Fleischfresser. Doch Wölfe ernähren sich auch von Beeren, Fallobst, Gras und dem verdauten vegetarischen Mageninhalt ihrer Beute. Deshalb solltest du die einzelnen Barf-Mahlzeiten, die du für deine Fellnase zubereitest, regelmäßig mit pflanzlichen Futterkomponenten ergänzen. So versorgst du deinen Hund mit allen nötigen Nährstoffen, die ihn lange fit und gesund halten.

Gemüse für Hunde – was ist zu beachten?

Gemüse kannst du entweder den regulären Barf-Gerichten beimengen oder als köstlichen Snack für zwischendurch verfüttern. Damit das Grünzeug für deinen Hund leicht verdaulich ist, solltest du es richtig zubereiten. Wir haben hier ein paar Tipps für dich gesammelt, damit du ganz genau weißt, worauf du achten musst.

  • Entferne – je nach Gemüsesorte – Schale und Kerne – so schließt du die unverdaulichen, und vielleicht sogar giftigen, Bestandteile sofort aus.
  • Koche und püriere das Gemüse – so kann dein Hund die enthaltenen Vitamine besser aufnehmen und verdauen. Aber natürlich gibt es auch Gemüsesorten, die du roh verfüttern kannst.
  • Füge zum Gemüse eine Fettquelle hinzu – mit z. B. Barf-Öl können insbesondere fettlösliche Inhaltsstoffe wie Vitamin A, D, E und K vom Hundekörper besser verarbeitet werden.
  • Setze stets auf (über)reifes Gemüse – auch damit kannst du die Verdauung deines vierbeinigen Lieblings bestmöglich unterstützen.
  • Entscheide dich für verschiedene Gemüsesorten – so sorgst du für genügend Abwechslung im Futternapf, sodass du perfekte Voraussetzungen für eine ausgewogene Ernährung schaffst.
  • Füttere Gemüse in kleinen Mengen – halte dich an das empfohlene Barf-Mischverhältnis 80:20 (80 % Fleisch und 20 % Obst und Gemüse)

Hund-Gemuese-Sorten

Welches Gemüse für Hunde – ein Überblick

Viele Gemüsesorten, die für uns Menschen gesund sind, sind für Hunde giftig und der Verzehr kann in vielen Fällen sogar tödlich enden. Genau deshalb ist es als Herrchen und Frauchen so wichtig, geeignete und ungeeignete Gemüsesorten für Hunde zu kennen. Bei vielen Gemüsesorten – u. A. bei Paprika, Tomaten, Kohlrabi, Gurken, Spargel, Brokkoli, Erbsen, Karotten, Sellerie, Fenchel oder Zwiebeln – herrscht oft Verwirrung. Darüber geben wir im Folgenden genauer Auskunft.

Doch bevor wir dir mehr über ausgewähltes Gemüse verraten, gibt dir folgende Infografik eine kurze Übersicht:

Infografik-Gemuese-Hunde-geignet-ungeignet

Dürfen Hunde Paprika essen?

Hunde sollten mit Paprika besser nicht in Berührung kommen. Das farbenfrohe Gemüse gehört nämlich zur Familie der Nachtschattengewächse, die Solanin, eine für Hunde giftige chemische Verbindung, enthalten. Die Zufuhr von Solanin kann bei den Vierbeinern Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Atemstörungen auslösen.

Wenn du nichts riskieren möchtest, solltest du deine Fellnase also nicht mit Paprika füttern – schließlich gibt es ohnehin viele andere Gemüsesorten, die bedenkenlos im Futternapf landen können. Falls du aber gar nicht auf Paprika verzichten möchtest, ist eine rote Paprikascheibe pro Woche für Hunde nicht schädlich. In roten Paprika – also reifen Früchten – ist der Solanin-Gehalt nämlich eher niedrig.

Dürfen Hunde Tomaten essen?

Tomaten sind richtige Superfrüchte – sie überzeugen mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C und K sowie Mineralstoffen, wie Kalium, Eisen und Zink. Die roten Nährstoffbomben sind in roher Form jedoch für Hunde ungenießbar. Wie Paprika beinhalten nämlich auch Tomaten Solanin, das schwerwiegende Vergiftungserscheinungen hervorruft.

Auch hier gilt: Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, lässt du besser die Finger von den rohen Tomaten. Allerdings kannst du deinen Vierbeiner guten Gewissens mit gekochten oder passierten Tomaten sowie getrockneten Tomatenflocken füttern.

Dürfen Hunde Kohlrabi essen?

Kohlrabi kannst du bedenkenlos an deine Fellnase verfüttern. Das Gemüse steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe, die der Gesundheit deines Vierbeiners zugutekommen:

  • Vitamin B3 für gut funktionierende Stoffwechselprozesse
  • Magnesium für eine optimale Muskelaktivität
  • Kalzium und Fluorid für gesunde Knochen und Zähne

Doch aufgepasst: Achte immer darauf, dass du Kohlrabi vorher kochst. In roher Form kann das Gemüse nämlich schnell Blähungen auslösen. Füttere deinen Vierbeiner am besten zunächst nur mit einem kleinen Stück Kohlrabi und überprüfe somit, ob er dieses Gemüse überhaupt verträgt.

Hund-Gemuese-Gurke

Dürfen Hunde Gurken essen?

Herrchen und Frauchen müssen sich beim Verfüttern von Salatgurken keine Sorgen um das Wohlbefinden ihrer Fellnase machen. Das Kürbisgewächs kann – in kleinen Mengen – verfüttert werden. Es steckt nicht nur voller wichtiger Nährstoffe (z. B. B-Vitamine und Kalium), sondern punktet mit seinem hohen Wasseranteil. Somit sind Gurken der ideale Snack für trinkfaule Hunde!

Das besondere Gartengewächs kann allerdings auch Cucurbitacine, giftige Bitterstoffe, enthalten. Handelsübliche Gurken sind davon nicht betroffen – besondere Vorsicht ist nur bei Sorten aus dem Eigenanbau geboten. Wenn Gurken also bitter schmecken, solltest du sie deinem Hund nicht geben. Ansonsten ist das Kürbisgewächs aber völlig ungefährlich für den Vierbeiner.

Dürfen Hunde Spargel essen?

Wenn die lang ersehnte Spargelzeit vor der Tür steht, können sich viele Menschen nichts Besseres vorstellen als dieses Gemüse regelmäßig zu köstlichen Gerichten zu verarbeiten. Auch für Hunde ist Spargel ein köstlicher Leckerbissen, der beim Barfen nicht zu kurz kommen sollte. Spargel liefert nämlich nicht nur viele Vitamine, sondern ist auch besonders kalorienarm.

Wie auch bei jedem anderen Gemüse solltest du Spargel nur in kleinen Mengen an deinen Vierbeiner verfüttern. Die Stangengemüse wirkt nämlich harntreibend – nach einer Portion kann es daher sein, dass dein Hund schon früher nach draußen muss, um sein Geschäft zu verrichten.

Dürfen Hunde Brokkoli essen?

Brokkoli ist ausgesprochen gesund für Hunde. Das leuchtend grüne Kohlgewächs mit dem buschigen Schopf beinhaltet viele wichtige Nährstoffe (z. B. Kalzium, Vitamin B und C, Natrium und Eisen). Auch hier gilt: Brokkoli kannst du bedenkenlos an deinen Vierbeiner verfüttern, aber möglichst nur in kleinen Mengen.

Der große Nachteil am Brokkoli: Er kann schmerzhafte Blähungen hervorrufen. Damit du deine Fellnase bestmöglich vor dieser unliebsamen Nebenwirkung schützt, solltest du das Gemüse gut garen und pürieren. So kann die Gasentwicklung im Hundemagen reduziert werden. Falls dein Hund trotzdem Blähungen bekommt, kann ein Fenchel-Anis-Kümmel-Tee helfen.

Dürfen Hunde Erbsen essen?

Erbsen sind kleine Hülsenfrüchte, die besonders reich an Vitamin A, C, Folsäure und Proteinen sind. Deinem vierbeinigen Liebling kannst du unbesorgt gekochte Erbsen geben – allerdings wiederum nur mit Maß und Ziel. Denn bei Überfütterung können Erbsen – wie Brokkoli – unwillkommene Blähungen verursachen. Außerdem können sich die enthaltenen Tannine – pflanzliche Gerbstoffe – negativ auf den Verdauungstrakt des Hundes auswirken.

Dürfen Hunde Karotten essen?

Karotten zählen zu den beliebtesten und am besten verträglichen Gemüsesorten für Hunde. Ob roh, geraspelt oder gekocht: Die Möhren versorgen den Vierbeiner mit vielen Ballaststoffen und Vitamin A. Außerdem lohnen sich das Kauen und Herumnagen an Karotten besonders für die Zähne des Vierbeiners. Und das Beste: Das macht den Fellnasen auch noch mächtig viel Spaß!

Hund-Gemuese-Sellerie-Brokoli

Dürfen Hunde Sellerie essen?

Auch mit Sellerie kannst du deinen vierbeinigen Liebling guten Gewissens füttern. Das würzige Gemüse überzeugt mit seinem hohen Nährstoffgehalt. Von zahlreichen Vitaminen (z. B. Vitamin A, B und C) bis hin zu Inhaltsstoffen, die für ein gesundes Herz sorgen, kann die Sellerieknolle einen wesentlichen Beitrag zur Hundegesundheit leisten. Ein weiterer Pluspunkt: Das Gemüse kann sogar unliebsamen Mundgeruch bei Hunden verbessern.

Dürfen Hunde Fenchel essen?

Fenchel ist ein wahrer Alleskönner, der für seine vielen positiven Wirkungen bekannt ist. Er ist für Hunde sehr gut verträglich und kann als gesunde Beilage gewählt werden. Fenchel ist kalorienarm, sodass sich das Gemüse vor allem für Hunde mit Gewichtsproblemen lohnt. Doch nicht nur für adulte Hunde ist Fenchel ein Muss, sondern auch für Welpen. Die Fenchelknollen enthalten nämlich zahlreiche wachstumsfördernde Inhaltsstoffe.

Dürfen Hunde Zwiebeln essen?

Neben Paprika und Tomaten sollten Hunde auch keine Zwiebeln fressen. Sie gehören nämlich – gemeinsam mit Knoblauch und Lauch – zu den sogenannten Zwiebelgewächsen, die bekanntlich für viele Haustiere giftig sind. Gefährliche Schwefelverbindungen in der Zwiebel bewirken eine Zersetzung der roten Blutkörperchen im Blut des Hundes.

Ob dein Hund eine Zwiebelvergiftung erleidet, erkennst du an z. B. diesen typischen Symptomen:

  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Verstopfung

Wenn du diese Anzeichen an deinem Vierbeiner feststellen musst, kontaktierst du am besten einen Tierarzt. Er kann deinem Vierbeiner gegebenenfalls ein spezielles Mittel verabreichen, mit dem die giftigen Zwiebeln wieder erbrochen werden können.

Barfen mit Gemüse für Hunde

Zum Barfen gehört nicht nur Frischfleisch, sondern auch abwechslungsreiches Gemüse. Schließlich möchtest du deinen Vierbeiner bestimmt mit allen nötigen Nährstoffen versorgen. Also: Mische regelmäßig Grünzeug in seine Barf-Mahlzeiten oder verwöhne ihn ab und zu mit kleinen Gemüsesnacks. Du wirst sehen: Dein Hund wird vermutlich nur so vor Vitalität strotzen!

Auf der Suche nach alternativen Nahrungsquellen für Ihren Vierbeiner? Hier findest Du weitere Ratgeber zu folgenden Themen: Obst für Hunde, Beeren für Hunde, Nüsse für Hunde.

 

Bildquellen: © malamooshi - stock.adobe.com, © bit24 - stock.adobe.com, © Robert Neumann - stock.adobe.com, © Pixel-Shot - stock.adobe.com, © Photoboyko - stock.adobe.com

Sina Ackermann
Veröffentlicht von Sina Ackermann

am 26.04.2021

Sina Ackermann ist die Betriebsleitung der Firma Hund & Sport Hungenberg GmbH. Seit Klein auf ist Sina mit Tieren aufgewachsen und beschäftigt sich schon seit jungen Jahren mit der artgerechten Haltung und damit auch mit der Ernährung Ihrer und anderer Haustiere. Im Jahr 2009 begann Sie Ihre Ausbildung bei der Futter-Fundgrube, da an Stillstand bei Ihr nicht zu denken ist folgte gleich nach der Ausbildung ein duales Studium im Bereich Betriebswirtschaft. Sina setzt sich für den Tierschutz ein und besitzt unter anderem selbst 2 Katzen und einen Hund, die zuvor auf der Straße lebten.

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