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Sodbrennen beim Hund: Was kannst du dagegen tun?

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Sina Ackermann

Sina Ackermann

#Ratgeber & Tools

22.12.2021

Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere vierbeinigen Freunde können unter Sodbrennen leiden. Wenn deine Fellnase bei ihrer Mahlzeit übermäßig schmatzt und schleckt, muss das nicht unbedingt ein Zeichen der Freude sein. Es kann auch ein Hinweis auf schmerzhaftes Sodbrennen sein. Damit dein Hund schnell wieder auf den Beinen ist, kannst du einiges tun. Welche Ursachen Sodbrennen beim Hund hat, welche Symptome auftreten können und wie du deinem Liebling helfen kannst, erfährst du in diesem Ratgeber!

Wie entsteht Sodbrennen beim Hund?

Viele von uns kennen das brennende und schmerzhafte Gefühl, wodurch sich Sodbrennen bemerkbar macht. Dieses Phänomen tritt ein, wenn Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre oder sogar bis in den Mund-Nasenraum gerät. Bei Hunden ist Sodbrennen – auch als Reflux bekannt – nicht anders.

Normalerweise gelangt das Futter vom Maul über die Speiseröhre in den Magen des Tieres, wo die Nahrungsverdauung beginnt. Am Mageneingang befindet sich ein Schließmuskel, der dafür zuständig ist, dass weder die Magensäure noch der Nahrungsbrei zurück in die Speiseröhre transportiert werden. Falls der Schließmuskel jedoch aus irgendeinem Grund geschwächt oder defekt ist, entsteht ein Rückfluss (Reflux) und der aufsteigende Magensaft reizt die Schleimhaut. Das Ergebnis: Der Hund hat Sodbrennen.

Eine Schleimhautreizung ist für Hunde sehr unangenehm bis schmerzhaft. Auf Dauer kann überschüssige Magensäure in der Speiseröhre zu weiteren Beschwerden führen (z. B. eine Speiseröhrenentzündung).

Ursachen für einen Reflux bei Hunden

Das Sodbrennen beim Hund kann – neben einem geschwächten oder defekten Schließmuskel am Mageneingang – viele verschiedene Ursachen haben. Wir haben hier ein paar Gründe für Sodbrennen beim Vierbeiner für dich gesammelt:

  • Überschüssige Magensäure – wenn die Magensäure bei der Verdauung nicht vollständig verbraucht wird, übersäuert der Magen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die überschüssige Magensäure in Richtung Speiseröhre wandert, ist groß.
  • Mangelhafte Magensäure – bei unzureichender Magensäure bleibt der Nahrungsbrei länger als gewöhnlich im Magen, weil er noch nicht vollständig verdaut ist. In weiterer Folge beginnt der Nahrungsbrei zu gären und wird – aufgrund der entstehenden Gase – in die Speiseröhre transportiert.
  • Falsches Futter – schwer verdauliche oder stark gewürzte Futterkomponenten können lange im Hundemagen verweilen und ihn zusätzlich reizen. Der tierische Organismus muss viel Magensäure produzieren, damit die einzelnen Futterbestandteile zersetzt werden können. Auch hier ist die Gefahr für einen Rückfluss der Mageninhalte groß.
  • Stress – Hunde reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen (z. B. bei einem Umzug), sodass sich ihr Stresspegel schnell erhöht. Stress kann bei den Vierbeinern zu unterschiedlichen Symptomen führen. Eines davon ist Sodbrennen, weil die Verdauung in einer stressigen Phase auf Sparflamme läuft und die Verdauung der Mageninhalte wesentlich länger dauert.

Wie du siehst, gibt es viele Ursachen für Sodbrennen bei Hunden. Die genannten sind bei weitem noch nicht alle. Wenn dein Vierbeiner also mit Sodbrennen zu kämpfen hat, kann auch ein anderer Auslöser dahinterstecken. Achte am besten auf die Symptome, die deine Fellnase zeigt – diese können dir einen Hinweis auf die zugrundeliegenden Ursachen geben.

Hund frisst magenschonendes Futter gegen Sodbrennen

Sodbrennen: Hunde und ihre Symptome

Wie äußert sich Sodbrennen beim Hund? Das ist gar nicht so einfach: Die Symptome von Sodbrennen beim Hund sind nämlich sehr vielfältig und folgen meistens keinem bestimmten Muster. So können Beschwerden direkt nach der Nahrungsaufnahme oder auch erst mehrere Stunden nach den Mahlzeiten auftreten. Viele Vierbeiner werden ganz besonders während der Nacht von Sodbrennen geplagt.

Als fürsorglicher Hundebesitzer solltest du stets aufmerksam sein, damit dir die Symptome deines Vierbeiners, die auf Sodbrennen hindeuten, nicht entgehen und du schnell für Abhilfe sorgen kannst. Achte bei deiner Fellnase auf die folgenden Symptome:

  • Bauchschmerzen
  • Erhöhter Durst
  • Häufiges Fressen von Gras
  • Husten
  • Wiederholter Schluckauf
  • Schluckbeschwerden
  • Übermäßiges Schlecken, Schmatzen und Speicheln
  • Verdauungsprobleme
  • Nahrungsverweigerung

Wenn du eines oder mehrerer dieser Symptome an deinem Hund feststellst, suchst du am besten möglichst bald einen Tierarzt auf.

Sodbrennen: Hund heilen, aber wie?

Was hilft gegen Sodbrennen beim Hund? Zunächst gilt: Um Sodbrennen bei Hunden zu lindern, ist es wichtig herauszufinden, welche Ursache dahintersteckt. Auf diese Weise kann der Auslöser gezielt bekämpft und dem Sodbrennen somit ein Ende gesetzt werden. Weil es viele verschiedene Ursachen gibt, die sich hinter dem brennenden Schmerz in der Speiseröhre verbergen können, stehen auch viele Gegenmittel zur Auswahl.

Hier möchten wir dich über Soforthilfe-Maßnahmen bei akutem Sodbrennen, wirkungsvolle Hausmittel und artgerechte Hundeernährung zur Bekämpfung und Vorbeugung von Sodbrennen beim Hund aufklären – so bist du gut gewappnet, wenn deine Fellnase mit Sodbrennen zu kämpfen hat!

Soforthilfe für Sodbrennen beim Hund

Bei akutem Sodbrennen kannst du einiges tun, um die Beschwerden deines Vierbeiners zu lindern. Am besten gibst du deinem Vierbeiner etwas Zwieback: Das Hefegebäck saugt die überschüssige Magensäure auf und transportiert den Nahrungsbrei wieder in die richtige Richtung – nämlich zum Dünndarm, wo die aufgenommene Nahrung weiterverarbeitet wird. Auch Milch in geringen Mengen sowie viel Wasser können den Hundemagen schnell wieder entspannen.

In jedem Fall solltest du darauf achten, dass du deinem Hund bei akutem Sodbrennen leicht verdauliches Futter gibst, das seinen Magen nicht unnötig reizt.

Übersäuerung Hund: Hausmittel gegen das Brennen

Vielleicht hast du deinen Vierbeiner schon einmal dabei ertappt, wie er bei Sodbrennen Gras gefressen hat. Das mag vielleicht überraschend sein, aber Gras ist wohl das einfachste Hausmittel gegen das brennende Gefühl in Magen und Speiseröhre. Weitere wirkungsvolle Hausmittel gegen das Sodbrennen beim Hund sind die folgenden.

  • Heilerde wirkt einer Magenübersäuerung beim Hund gezielt entgegen, sodass Beschwerden relativ schnell wieder abklingen. Dein Vierbeiner kann die Heilerde ganz unkompliziert über sein Nassfutter aufnehmen. Achte hier auf besonders hochqualitative Heilerde, die du deinem Hund auch gegebenenfalls über einen längeren Zeitraum bedenkenlos geben kannst.
  • Ulmenrindenpulver reduziert die Wirkung der Magensäure und schützt die Schleimhäute. Rühre dazu das Ulmenrindenpulver mit etwas Wasser an, bis du eine sirupähnliche Konsistenz erhältst. Bei Bedarf kannst du die Mischung auch mit ein bisschen Honig süßen.
  • Wasser verdünnt die Magensäure und mildert somit das Sodbrennen. Achte darauf, dass dein Hund immer Zugang zu Wasser hat und viel trinkt. Es gilt: Je mehr Flüssigkeit er aufnimmt, desto mehr wird seine Magensäure verdünnt.
Hund trinkt Wasser gegen Sodbrennen

Richtige Hundeernährung bei Reflux

Sodbrennen ist häufig das Ergebnis schwer verdaulicher Futterkomponenten sowie fett- und proteinreicher Nahrung. Die richtige Ernährung ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für das allgemeine Wohlbefinden deines Hundes. Schließlich schützen nur ausgewogene und artgerechte Mahlzeiten deinen Vierbeiner vor gesundheitlichen Beschwerden wie Sodbrennen, Verdauungsprobleme und allergische Reaktionen. Doch welches Hundefutter bei Sodbrennen lohnt sich wirklich?

Damit du immer genau weißt, was in den einzelnen Mahlzeiten deines vierbeinigen Lieblings enthalten ist, bereitest du sie am besten selbst zu. Beim Barfen für Hunde stellst du sicher, dass alle wichtigen Nährstoffe in den Futternapf deiner Fellnase kommen. So kannst du ganz gezielt schwer verdauliche Bestandteile (z. B. Knochen) und ein Zuviel an bestimmten Nährstoffen (z. B. Proteine) vermeiden. Achte außerdem darauf, dass du Sodbrennen beim Hund auf diese Weise bekämpfst bzw. vermeidest:

  1. Setze die Fütterung für einen Tag aus: Wenn dein Hund unter Sodbrennen leidet, kann es sinnvoll sein, die Fütterung für einen ganzen Tag zu pausieren. So kann sich der Magen entleeren und der Reflux nachlassen.
  2. Gib deinem Hund keine zu großen Portionen: Kleine Häppchen sind besser, um das Verdauungssystem deines Hundes nicht unnötig zu belasten. Vor allem bei Hunden, deren Körper zu wenig Magensäure produziert, sind kleine Portionen besser verdaulich.
  3. Sorge für möglichst ausgewogene Mahlzeiten: Achte darauf, dass du deinen Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgst. Da sind Vitamine natürlich wichtige Nahrungsbestandteile – Obst für Hunde und Gemüse für Hunde dürfen deshalb auf keinen Fall fehlen!
  4. Gönne deinem Vierbeiner keine zu langen Fresspausen: Es mag stimmen, dass manche Hunde nur mit einer einzigen täglichen Futterration auskommen. Doch es gibt auch Vierbeiner, die mehrmals am Tag fressen müssen. Die Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten dürfen dabei nicht zu groß sein, denn ansonsten kann es durchaus passieren, dass der Hundeorganismus mit Sodbrennen reagiert.

Du weißt nicht, welche Mahlzeit du in den Futternapf deines vierbeinigen Freundes zaubern sollst? Barf-Rezepte für Hunde gibt es viele – probiere doch einfach gleich eines aus!

Sodbrennen: Hunden schnell und gezielt helfen

Sodbrennen beim Hund kann verschiedene Ursachen haben. Als Hundebesitzer solltest du immer ein wachsames Auge auf das Verhalten deines vierbeinigen Freundes haben. Nur so kannst du Symptome, die auf Sodbrennen hindeuten, schnell erkennen und etwas dagegen unternehmen. Deine Fellnase wird es dir danken!

Bildquellen: © Chalabala - stock.adobe.com, © Tatyana Gladskih - stock.adobe.com, © Christian Buch - stock.adobe.com

Sina Ackermann
Veröffentlicht von Sina Ackermann

am 22.12.2021

Sina Ackermann ist die Betriebsleitung der Firma Hund & Sport Hungenberg GmbH. Seit Klein auf ist Sina mit Tieren aufgewachsen und beschäftigt sich schon seit jungen Jahren mit der artgerechten Haltung und damit auch mit der Ernährung Ihrer und anderer Haustiere. Im Jahr 2009 begann Sie Ihre Ausbildung bei der Futter-Fundgrube, da an Stillstand bei Ihr nicht zu denken ist folgte gleich nach der Ausbildung ein duales Studium im Bereich Betriebswirtschaft. Sina setzt sich für den Tierschutz ein und besitzt unter anderem selbst 2 Katzen und einen Hund, die zuvor auf der Straße lebten.

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